Familienaufstellung

Was ist das überhaupt?


Viele Menschen kennen das unangenehme Gefühl irgendwie fremdbestimmt zu sein

und die damit verbundene verzweifelte Frage:

„Ich will es nicht, warum tue ich es trotzdem?“

Sie leben etwas, das sie immer wieder in Konflikte bringt?


Bekannte Beispiele dafür sind:

nicht mit dem Essen aufhören zu können, unkontrollierte Fressanfälle, der Zwang sich fast bis zur Übelkeit mit ungesunden Lebensmitteln und Getränken vollzustopfen!

das Verharren in einer Partnerschaft, die schlecht für Körper und Seele ist

Mobbing

ein ungeliebter Job

eine Wohnung, in der man sich nicht wohl fühlt

und so weiter…..


Wir leiden, wir schimpfen, schreien, toben, aber es gibt keine Veränderung

und genau das lässt uns so ohnmächtig und hilflos zurück.


Bert Hellinger, der als „Erfinder“ der Familienaufstellung gilt, hat einmal den Satz gesagt:

„ Leiden ist leichter als Heilen!“


Das kann einerseits mit einem Mangel an Selbstwert zu tun haben, sehr oft aber ist es eine Art Versprechen, das unser Unterbewusstsein einem Vorfahren gegeben hat. Das Versprechen in einer Art Verbundenheit dessen Leid zu durchleben.

Wir tragen also etwas Ungelöstes und Belastendes aus der Vergangenheit täglich ohne unser Wissen mit uns herum. Blicken wir nur 2-3 Generationen zurück in die Vergangenheit, stoßen wir auf sehr viel erlebtes Leid, Familiengeheimnisse und auch Traumata, z.B. aus dem Krieg. Diese unbewusste Verbundenheit bezeichnen wir als Verstrickung.



Vielleicht waren die Großeltern auf der Flucht und haben Schlimmes erlebt, und wir wundern uns heute darüber, warum wir immer auf der Flucht vor etwas bzw. auf der Suche nach etwas sind. Egal ob im Beruf, der Wohnsituation oder der Partnerschaft, wir fühlen uns nie richtig daheim und am richtigen Ort.


Vielleicht gab es in der Vorgeschichte Missbrauch und wir wissen heute gar nicht, wie uns geschieht und warum wir ständig und in den verschiedensten Lebenslagen mit Übergriffigkeit konfrontiert sind.


Vielleicht gab es Totgeburten, abgestorbene Zwillingsgeschwister, Fehlgeburten oder Abtreibungen. Diese Kinder, die nicht leben durften, spielen eine große Rolle im System einer Familie. Sie sind immer noch unsichtbar vorhanden und haben Einfluss auf unser tägliches Leben. Manch einer fühlt sich immer allein, egal wie viele Menschen ihn liebevoll umgeben und erfährt dann in einer Aufstellung, dass er noch einen Zwillingsbruder hatte, der aber nicht lebensfähig war. Oder man fühlt sich irgendwie immer fehl am Platze in der Familie oder verschiedenen Lebenssituationen. Es könnte daran liegen, dass man eine andere Stellung in der Reihenfolge der Geburt hatte, als bisher angenommen. Oft kommt dann heraus, dass es bei der 1. Schwangerschaft der Mutter eine Fehlgeburt gab und man ist gar nicht die oder der Älteste in der Geschwisterreihe. Das hat energetisch gesehen einen sehr großen Stellenwert.


Der Weg zur Heilung ist also mit der Vergangenheit Frieden zu schließen um als der Erwachsene, der wir heute sind verantwortlich und selbstverantwortlich zu handeln. Wir gehen aus der Verstrickung in die Klärung und Verbundenheit. Wenn die Ahnen dann wohlwollend hinter uns stehen, bilden sie eine unglaubliche Kraftquelle für unser Leben und Handeln. Die Dinge beginnen sich zum Positiven zu verändern.